Bewirb dich jetzt für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Johannes-Hospiz
26.03.2026 | Stellenausschreibung

Du möchtest etwas bewegen? Etwas das auch dich bewegt?
Dann mache dein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) ab Juli/August 2026 im Johannes-Hospiz Münster.
Dich erwarten vielfältige Aufgaben in einem kleinen Team. Mit kreativem Freiraum kannst du deine Arbeit eigenständig mitgestalten.
Interessiert?
Dann wende dich bitte an:
Astrid Hückelheim | Hospizleitung
Hohenzollernring 66
48145 Münster
Telefon: 0251 89998-40
Du möchtest mehr über das FSJ bei uns wissen? Dann lies, was Jula (im Bild rechts) über ihre Erfahrungen im Johannes-Hospiz erzählt. Seit Sommer 2025 bereichert sie mit viel Engagement und Lebensfreude das Hospiz-Team in Hauswirtschaft und Pflege.
Jula, wie bist du darauf gekommen, dein Freiwilliges Soziales Jahr im Johannes-Hospiz zu machen?
Meine Tante war früher Palliativärztin im Hospiz. Von ihr weiß ich viel über die Arbeit mit schwerkranken und sterbenden Menschen und über die Atmosphäre im Hospiz. Und es gibt auch noch andere Berührungspunkte in meiner Familie. Mein Vater war Sozialdezernent. Da geht es auch um Themen wie Gesundheit, Krankheit und Lebensqualität im Alter. Auch mit meiner Oma habe ich manchmal über Sterben und Tod gesprochen. Niemand aus meiner Familie hat bislang im Hospiz gelebt oder ist hier gestorben, aber Anknüpfungspunkte gab es trotzdem. Für mich stand nach dem Abitur fest, dass ich ein Freiwilliges Soziales Jahr in einem Hospiz machen will, und da habe ich die Anzeige vom Johannes-Hospiz im Netz gefunden und mich beworben.
Hattest du Respekt vor deinen ersten Arbeitstagen oder vielleicht Berührungsängste mit den Themen Sterben und Tod?
Ich hatte auf jeden Fall Respekt vor den Aufgaben, weil alles neu war und ich natürlich nicht genau wusste, was mich erwartet, aber Berührungsängste mit schwerkranken Menschen oder Angst, dem Tod zu begegnen, hatte ich nicht. Bevor ich angefangen habe, habe ich einen Tag lang bei Frieda, meiner Vorgängerin, hospitiert. Das hat schon sehr geholfen. Außerdem haben mich die Kolleginnen und Kollegen total freundlich aufgenommen. Ich habe mich schnell wohlgefühlt und hatte direkt viel Spaß bei der Arbeit.
Bitte beschreibe uns mal einen deiner typischen Arbeitstage!
Viele meiner Aufgaben mache ich ganz regelmäßig. Am meisten bin ich in der Küche. Ich starte morgens um 8 Uhr mit dem Auffüllen von Wasserflaschen. Dann lege ich draußen auf der Terrasse Polster auf die Gartenstühle, damit unsere Bewohner und Gäste gemütlich im Garten sitzen können. Danach bringe ich Frühstück auf die Zimmer. Zum Glück habe ich dabei auch immer etwas Zeit, mich mit den Bewohnerinnen und Bewohnern in Ruhe zu unterhalten. Wenn alle gut versorgt sind, frühstücke ich selber in großer Runde mit allen Kolleginnen und Kollegen. Danach wasche ich Wäsche oder bügele, bevor ich helfe, das Mittagessen vorzubereiten. Das Essen wird geliefert, aber manchmal erfüllen wir auch Wünsche und kochen jemandem ein Lieblingsessen. Nachmittags backen wir und verteilen Kaffee und Kuchen an alle. Um 15.30 Uhr ist mein Tag hier zu Ende.
Welcher deiner Aufgaben magst du am liebsten? Und gibt es etwas, was dir weniger gefällt?
Am besten gefällt mir der Kontakt mit den Menschen. Ich höre ihnen gerne zu. Und wir lachen auch viel zusammen. Sowieso wird im Hospiz viel mehr gelacht, als man meint. Ich gehe auch gerne spazieren mit den Bewohnern. Unangenehm ist mir eigentlich nichts. Es ist schön, den Menschen etwas Gutes tun zu können.
Gibt es einen Moment in deiner Zeit im Johannes-Hospiz, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist?
Ja, Weihnachten war sehr schön. Es gab eine Andacht und anschließend saßen alle zusammen im Wohnzimmer – die Bewohner und deren Angehörige. Das ist eher selten, weil unsere Bewohner sonst viel in ihren Zimmern sind, aber zu diesem Anlass waren wirklich alle beisammen. Und die Stimmung war toll. Es war gar keine Trauer zu spüren, sondern nur das festliche Miteinander.
Welche Eigenschaften sollte deine Nachfolgerin oder dein Nachfolger mitbringen, um genauso viel Freude an der Arbeit im Hospiz zu haben wie du?
Man sollte gut mit Menschen umgehen können. Denn man lernt hier unfassbar viele verschiedene Menschen und Charaktere kennen. Und Lebensfreude hilft, weil die Bewohner sie wertschätzen. Ein junges, fröhliches Gesicht bringt Leben ins Hospiz. Aber natürlich sollte man auch in der Lage sein, traurige Momente auszuhalten und für sich abzuschließen. Mir hilft es, Gespräche über meine eigenen Gefühle zu führen. Gesprächspartner habe ich sowohl hier im Hospiz als auch zuhause in der Familie.
Was sind deine Pläne für die Zeit nach deinem FSJ?
Ich hatte die Gelegenheit, während meines FSJ ein Pflegepraktikum zu machen. Das hat mir total gut gefallen. Deshalb hatte ich zuerst überlegt, eine Pflegeausbildung zu machen. Jetzt habe ich mich aber doch entschlossen, Soziale Arbeit zu studieren.
Jula, was nimmst du mit aus deiner Zeit im Johannes-Hospiz?
Dankbarkeit für meine Gesundheit und Wertschätzung für das, was ich habe! Manchmal höre ich Menschen um mich herum über alles Mögliche schimpfen. Natürlich hat alles irgendwie seine Berechtigung, aber es gibt auch so viel Schlimmeres. Außerdem finde ich es total interessant zu erfahren, wie unterschiedlich Menschen mit dem Sterben umgehen. Schließlich ist es etwas, was jeden irgendwann erwartet.
Danke, Jula, für das Gespräch und das Teilen deiner Eindrücke und Erfahrungen.
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