Magazin KAIROS
Nr. 61 │ April 2026

Was macht ein Leben bis zuletzt lebenswert? Es ist die Summe aus Selbstbestimmung, tiefer menschlicher Zuwendung und dem Gefühl, auch in schweren Zeiten Teil einer tragenden Gemeinschaft zu sein. Diese Ausgabe des Kairos zeigt, wie vielfältig wir diese Werte im Johannes-Hospiz lebendig halten.
Zur tragenden Gemeinschaft zählen häufig Menschen, die sich weit über das Erwartbare hinaus engagieren: Sei es durch außergewöhnlichen persönlichen Einsatz, wie bei unserer Ehrenamtlichen Lu Maschke, die für uns von Münster nach Kopenhagen radelt, oder durch die langjährige Treue des Münsteraner Zahnärztevereins, der uns im letzten Jahr mit einer Rekordspende aus Zahngold-Erlösen unterstützt hat.
Zur Selbstbestimmung trägt die Spirituelle Verfügung als wertvolle Ergänzung zur Patientenverfügung wesentlich bei. Sie hilft, persönliche Hoffnungen und Wünsche für das Lebensende festzuhalten – ein Thema, das wir auch beim 24. Nordwestdeutschen Hospiztag unter dem Aspekt „Spiritual Care“ vertiefen werden.
Wie wir uns den Menschen ganzheitlich zuwenden, zeigen exemplarisch die Themen, denen wir uns jüngst gemeinsam gewidmet haben: von der wohltuenden Kraft der Aromaöle bis hin zur Herausforderung des Schmerzmanagements bei Suchtpatienten. Dass uns dabei auch existenzielle Fragen bewegen, bewies ein literarischer Abend zu Shakespeares „Hamlet“, der den Austausch über Schuld und Endlichkeit anregte.
Um diese Qualität der Begleitung für die Zukunft zu sichern, investieren wir in den Nachwuchs. Sei es im Dialog mit der Timmermeisterschule oder im engen Austausch mit Praxisanleitenden – wir bereiten junge Fachkräfte darauf vor, Menschen in ihrer letzten Lebensphase würdevoll zu begleiten.
Wir laden Sie ein, in dieser Ausgabe zu entdecken, wie viele Hände und Herzen daran mitwirken, das Johannes-Hospiz zu einem Ort der Geborgenheit zu machen.
Ihr Ludger Prinz
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