MZ 12.07.2010 "Ein Lebensende in vertrauter Umgebung"

Tag der offenen Tür im Johannes-Hospiz

MÜNSTER „Lernen Sie uns kennen!" So lautet die Aufforderung in der Einladung des Ambulanten Dienstes des JohannesHospizes zum Tag der offenen Tür. Beim 4telFestes MauritzWest konnten die Gäste am Samstagnachmittag im Garten des Hauses verweilen.

Gleichzeitig boten sich vielerlei Gesprächsmöglichkeiten mit den Mitarbeitern des ambulanten Hospizdienstes. Höhepunkt des Nachmittags waren die Gesangseinlagen von Tenor Rainer van Husen, der zusammen mit Pianist Bruno Lücke vom Förderverein des Hospizes einen musikalischen Bogen von Schubert und Brahms über Wiener CafehausMusik bis hin zu Canzonen spannte.

Seit nunmehr zwei Jahren existiert der Ambulante Hospiz-Dienst in Mauritz. Koordinatorin Birgit Schlottbohm: „Etwa 90 Prozent aller Menschen wünschen sich ein Lebensende in vertrauter Umgebung und nicht abhängig von Maschinen." Etwa 30 meist ehrenamtliche Akteure lassen diesen Wunsch im Hospiz Wirklichkeit werden.

Trauer überbrücken

Neben dem ambulanten Dienst veranstaltet das Haus Trauergruppen und ein Trauercafé. Sie dienen den Angehörigen und helfen, Hilflosigkeit und Trauer zu überbrücken. Zur Einrichtung gehört auch eine Akademie, welche Pflegefachkräfte für die Palliativ-Pflege schult und Ehrenamtliche auf ihre Tätigkeit vorbereitet.

Für die Zukunft wünscht sich Schlottbohm mehr Spenden, um den Wünschen der Sterbenden im Hospiz optimal gerecht werden zu können.

bdk

(Foto: Tenor Rainer van Husen sang im Hospiz. MZFoto Konietzny.)

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