MZ 10.03.2010 "Trauercafé gibt neuen Lebensmut"
Johannes-Hospiz bietet Hilfe an

Münster: Eine ältere Dame reiste monatelang aus Lüdinghausen an, um am Trauercafé im Johannes-Hospiz teilzunehmen. Sie habe lange Zeit ihren kranken Mann gepflegt und fand es einfach schön, mal Gast zu sein, eine Tasse Kaffee serviert zu bekommen und zu reden" , berichtet Norbert Mucksch, Verantwortlicher des Trauercafés.
Einfach nur reden Viele Trauernde fühlen sich kraftlos, verlieren ihren Lebensmut. Andere brauchen einfach jemanden zum Reden, erklärt Mucksch. So war es auch bei der Seniorin aus der Nachbarstadt. Um diesen Menschen einen Raum zu schaffen, hat das Johannes-Hospiz ein Projekt zur Trauerbegleitung entwickelt.
Zu dem Konzept gehören zwei Angebote - das Trauercafé und eine Trauergruppe. Jeder Trauercafé-Termin wird von geschulten ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern des Johannes-Hospizes begleitet.
„Die Mitarbeiter sehen sich aber nicht als Therapeuten, eher als Zuhörer", betont Mucksch. An dem Trauercafé kann jeder Bürger anonym und kostenlos teilnehmen.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Trauercafé findet jeden zweiten Dienstag im Monat von 15.30 bis 17.30 Uhr statt.
Der nächste Termin ist am 23. März. Wer es gerne etwas verbindlicher mag, meldet sich zu der begleitenden Trauergruppe an. Hier können Menschen in kleinen Gruppen über ihre Trauer reden und ihre schmerzlichen Erfahrungen mit anderen Trauernden teilen. Es gibt acht Termine ab April, immer dienstags von 18 bis 20 Uhr.
Beide Projekte finden in der Rudolfstraße 31 statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 25 Euro. Anmeldungen für die nächste Gruppe unter Tel. (0251) 89 99 812.



