WN 02.02.2010 "Zauberhafte Klänge Konzertchor Münster singt"
Zugunsten des Johannes-Hospizes präsentierte der Konzertchor Münster sein A-cappella-Programm „Musikalische Reise durch Europa" in der Mutterhauskirche der
Daniela Elsner
Münster: Für ein Benefizkonzert zugunsten des Johannes-Hospizes öffnete die Mutterhauskirche der Franziskanerinnen am Sonntagabend ihre Pforten. In dieser
stimmungsvollen Atmosphäre präsentierte der Konzertchor Münster sein aktuelles A-cappella-Programm „Musikalische Reise durch Europa". Pünktlich um 18 Uhr schlossen
sich die Türen - und die Reise begann. Die „Reise-" und damit Chorleitung übernahm Donka Miteva, Chordirektorin der Städtischen Bühnen und seit 2007 bei den wöchentlichen
Proben des Konzertchors dabei.
Wer kam, tat Gutes, denn das Johannes-Hospiz ist auf Spenden angewiesen, um Betriebs- und Personalkosten decken zu können. Das musikalische Programm umschrieb
Michael Roes, Leiter des stationäres Hospizes, wie folgt: „Wir werden in weniger als zwei Stunden Europa bereisen. Das ist möglich, denn die musikalische Sprache weiß mehr
zu erzählen, als ein Fotoapparat erfassen kann."
Auf der internationalen Route begegnete den Zuschauern Musik unterschiedlichster Herkunft - und die Grenzen Europas hier und da sprengend: Lieder aus Italien,
Griechenland, Bulgarien, Ungarn, Polen, der Ukraine, Schweden, Norwegen, Israel, Japan und den USA. Das war sicherlich auch für den Chor eine Herausforderung, wurden
doch fast alle Titel in ihrer Originalsprache vorgetragen, nachdem sie zuvor erklärend anmoderiert worden waren. Premiere hatte dieses A-cappella-Programm bereits 2009
in der Friedenskapelle.
„Wir spielen seit Langem mal wieder A-cappella und präsentieren so Chorgesang in seiner ursprünglichsten und reinsten Form", erklärt Moderator van den Wyenbergh. Diese
Reinheit traditioneller Volkslieder und klassischer Choräle in dem großen Kirchenraum erklingen zu lassen, resultierte in einem exquisiten Hörerlebnis für die Zuhörer.
Zauberhafte Klänge ertönten, als der Chor die mediterranen Stücke aus Italien und Griechenland vortrug, gefolgt von starken norwegischen und schwedischen Titeln. Auch
Mozarts Sonata No. 5 in C-Dur und der Choral „Morgenstimmung" aus Edvard Griegs „Peer Gynt" begeisterten die Zuhörer. „Sehr stimmungsvoll", schwärmte Besucherin
Maria Heinemann nach dem Konzert. „Die Akustik war fantastisch", befand auch Doris Lehmkuhl. Das Besondere an diesem Konzert brachte schließlich Doris Klatte auf den
Punkt: „Hier können wir das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden - wunderbare Musik hören und den Menschen im Hospiz mit einer Spende helfen."



