MZ 7.10.2009 "Wie Schreiben Trauernden hilft"

Münster K

Ein großes, weißes Clipboard steht im Seminarraum des Johanneshospizes. Das Board und der Stift auf der Ablage sind unberührt. Noch, denn schon bald werden hier die Themenideen von Ariane Filius stehen, mit denen sie die Gedan-ken der Schreiber ihrer Schreibgruppe anregen möchte. "Jeder Trauernde sollte Raum für seine Geschichten haben", sagt Schreibpädagogin Ariane Filius. Genau diesen Raum soll die "Schreibgruppe für Trauernde und Hinterbliebene" schaffen. Beim Schreiben werden nicht nur innere Krisen bewältigt, die Texte bilden auch die Grundlage für den Austausch mit anderen Betroffenen aus der Gruppe. Dieser gruppen-dynamische Prozess soll ebenfalls bei der Verarbeitung des Verlustes einer naheste-henden Person helfen. Für die Projekte in der Gruppe gibt es mit den zehn Sitzungen außerdem ein genaues Zeitfenster. " Die Themen von Ariane Filius werden nach und nach bearbeitet, immer mit Blick auf das Ende der Bewältigung. Eine Endlosschleife hilft den Betroffenen nicht" , sagt Michael Roes, Leiter des Johanneshospizes.

Die Trauer "Von der Seele schreiben" kann man sich unter der Leitung von Ariane Filius ab 19. Ok-tober montags von 18 bis 20.30 Uhr im Johannes-Hospiz. Dank der Kooperation mit dem Theater im Pumpenhaus kann der Kurs kostenlos angeboten werden. Für das Frühjahr 2011 ist geplant, mit den entstandenen Texten ein Theaterstück zu entwickeln.

K sot

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