WN 2.4.2009 "Begleiten, zuhören, Zeit verschenken"
Ambulanter Hospizdienst nimmt Arbeit auf

sape- Münster. Das "Konzept" der ambulanten Hospizarbeit ist eigentlich simpel: "Die Ehrenamtlichen gehen zu den Sterbenskranken nach Hause und verschenken ihre Zeit", erklärt Birgitt Schlottbohm, Leiterin des ambulanten Dienstes des Johanneshospizes. Sie pflegen nicht, sondern lesen vor, begleiten, hören zu. "Manchmal sind sie auch einfach nur da." Das Team um Birgitt Schlottbohm wird bald genau dies tun: Ihre neuen Büroräume an der Rudolfstraße haben die Mitarbeiter im Februar bezogen, jetzt kann mit der ambulanten Hospizarbeit begonnen werden. "Die meisten Menschen möchten zu Hause sterben und ihre letzte Lebensphase in vertrauter Umgebung verbringen", beschreibt Birgitt Schlottbohm den Gedanken hinter dem neuen, kostenlosen Angebot des Johanneshospizes. Wie die Begleitung genau aussieht, das bespricht der Ehrenamtliche von Fall zu Fall mit dem Schwerkranken und mit den Angehörigen. Einfach nur da sein - das klinge einfach, sei es aber nicht, sagt Birgitt Schlottbohm. Deshalb haben alle Mitarbeiter einen Kursus absolviert, der 100 Unterrichtsstunden umfasst und ihnen das Rüstzeug für ihre Aufgabe vermittelt hat. Da es bei den Besuchen um die Kranken und auch um deren Angehörige gehe, müssen sich der Ehrenamtliche selbst zurücknehmen können, sich einfühlen und emotional stabil sein. Leiterin Birgitt Schlottbohm sieht sich dabei "als Begleiterin der Begleiter". Einmal im Monat werden sich die Ehrenamtlichen außerdem bei einem Treffen untereinander über ihre Erfahrungen austauschen. 4 Ansprechpartnerin für Angehörige und Interessierte ist Birgitt Schlottbohm, Telefon 136 79 50 oder 37 40 93 25. Per E-Mail ist sie erreichbar unter b.schlottbohm@johannes-hospiz.de.



