MZ 2.4.2009 "Hospizdienst betreut kostenlos im eigenen Heim"

Münster K Viele Schwerstkranke wünschen sich, ihre letzte Lebensphase zu Hause im Kreis der Familie zu verbringen. Dass sie dabei trotz allem individuell begleitet werden können, dafür setzten sich die 15 ehrenamtlichen Mitglieder des ambulanten Hospizdienstes ein, die sich am Dienstag im Johanneshospiz vorstellten. Würde wahren Im Jahr 2008 haben sie ihre Ausbildung abgeschlossen, zehn weitere Ehrenamtliche aus verschiedenen Berufen und Altersgruppen werden seit 2009 ausgebildet. In vielen Fortbildungen und Gesprächen wurden sie auf ihre künftige Arbeit vorbereitet: Lebensqualität und Würde der Betroffenen wahren, Geborgenheit und Zuwendung bei regelmäßigen Hausbesuchen geben - das sind nur einige der Aufgaben der neuen Mitarbeiter. "Wir möchten dazu beitragen, dass schwerkranke Menschen auch zu Hause sterben können; wir wollen ihnen die Belastung einer stationären Einweisung ersparen" , erklärt Birgit Schlottbohm, Leiterin des ambulanten Hospizdienstes. Die Hauptaufgabe: Zeit schenken. Wichtig dabei: In der Hospizarbeit geht es sowohl um die Kranken als auch um ihre Angehörigen. Dass die Anforderungen an die Ehrenamtlichen dabei neu und anders als im ambulanten Hospizdienst sind, ist klar: Sobald man in die häusliche Umgebung der Kranken eintritt, ändern sich die Anforderungen an die Mitarbeiter. Oft keine leichte Aufgabe. In regelmäßigen Gesprächsrunden können auch sie sich untereinander austauschen. Kostenloser Dienst Wichtig für viele Betroffene sei es, ihnen erst einmal die Hemmschwelle vor einem solchen Angebot zu nehmen, erklärt Schlottbohm. Viele meinen, sie könnten sich einen solchen Dienst gar nicht leisten. Jedoch: "Die Arbeit unserer Ehrenamtlichen ist völlig kostenlos." Das Johanneshospiz finanziert sich aus Beiträgen der Krankenkassen und aus Spenden.

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