WN 12.12.2009 "Kooperation mit Königskindern"

Münster - Die Tinte ist (fast) noch frisch. Und die Stimmung gut. Ausgesprochen gut sogar. Seit gestern Abend ist es amtlich: Das Johannes-Hospiz und der Trägerverein des Kinderhospizes Königskinder machen sich auf einen gemeinsamen Weg. Ludger Prinz (Johannes-Hospiz) und Hubertus Foyer (Königskinder) setzten ihre Unterschrift unter einen Kooperationsvertrag, der akribisch ausgehandelt, vielfach diskutiert und nun "zu einem guten Ende“ gebracht worden ist. Finden jedenfalls alle Beteiligten. Der Inhalt: Im Anbau des Johannes-Hospizes am Hohenzollernring werden im Obergeschoss des Hauses zwei Räume für todkranke Kinder sowie zwei Räume für ihre Familien-Angehörigen eingerichtet. Beide Seiten sehen in dem Projekt - ihres Wissens übrigens einmalig in ganz Deutschland - eine Bereicherung für alle.
"Wir können unsere bisherige, ambulante Arbeit nun mit diesem Schritt in das stationäre Angebot ergänzen“, betonen Hubertus Foyer und seine beiden Vorstandskollegen Dr. Jens Hausmann und Dr. Michael Ammenwerth. Dennoch werden sie ihr ursprüngliches Ziel - den Bau eines eigenen Kinderhospizes - nicht aus den Augen verlieren. Dass sie einen erfahrenen Partner wie das Johannes-Hospiz an ihrer Seite haben, freue sie besonders. Ludger Prinz und Bruno Lücke (Förderverein Johannes-Hospiz) sehen umgekehrt ebenfalls eine Abrundung der bisherigen Möglichkeiten. "Wir haben von Anfang an in unserer Satzung die Aufnahme von Kindern und Jugendlichen vorgesehen. Jetzt wird dieses Angebot konkret.“
Während der bauliche Part Sache des Johannes-Hospizes ist, kümmern sich die Königskinder um die Finanzierung für zusätzlich benötigte Kinderkrankenschwestern und die Fortbildung der bisherigen Mitarbeiter für die Arbeit mit Kindern. Sie alle wollen sich wie bisher diesen neuen Aufgaben widmen: mit Fachkompetenz und mit Herzblut.
VON MARTINA DÖBBE, MÜNSTER



