Umkehr braucht Geduld und Zeit

Vielen wird zum Stichwort „Sünde“ das Wort „Strafe“ als Ergänzung einfallen. Seit den Kinderjahren haben sie es immer wieder zu hören bekommen: Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort. Oder: Die Strafe folgt auf den Fuß. Auch das gehört dazu: Wer nicht hören will, muss fühlen. Ein Missgeschick, ein kleiner Unfall, bei dem man sich weh getan hat, wenn irgendetwas schief gegangen oder nicht gelungen ist, der Verlust einer wertvollen Sache -  all das wurde immer als Strafe für eine heimlich oder öffentlich begangene Sünde gedeutet. Wem so etwas nicht passierte, hatte dann wohl auch nicht gesündigt – auf jeden Fall nicht vor den Augen anderer. ... mehr


Mensch mit Ausstrahlung

Es gibt Menschen, die haben eine besondere Ausstrahlung. Man kann nicht genau erklären, was es ist. Aber man spürt, dass von ihnen etwas ausgeht. In ihrer Nähe fühlt man sich besonders wohl. Da ist man plötzlich offener im Gespräch und geht nicht gleich auf Abwehr. Meine finstere Mine wird freundlich und entspannt. Ist es das Strahlen in den Augen, die Stimme, die herzlichen Gesten, die mir signalisieren: Hier wird dir eine besondere Begegnung geschenkt? In der Bibel gibt es viele Hinweise, dass Jesus ein solcher Mensch gewesen sein muss, mit einer besonderen Ausstrahlung. Und oft wird auch diese Frage gestellt: Was ist das für ein Menschen? Von ihm geht eine Kraft aus. Er spricht mit Worten, die das ... mehr


Ein kühner Blick auf mein Leben

Ein Jahreswechsel macht mir immer sehr schön bewusst, dass ich Teil der Geschichte bin. Und dass ich eine eigene Geschichte habe. Angeregt durch die vielen Jahresrückblicke in den Medien, denke ich darüber nach, welche Rolle ich in dieser Geschichte gespielt habe. Mein persönlicher Jahreswechsel an meinem Geburtstag gibt mir immer wieder Gelegenheit, einen Blick auf meine eigene Geschichte in der großen Weltgeschichte zu werfen. Da gibt es vieles, was jahraus jahrein wiederkehrt, Alltag, Routine. Das läuft eben so ab, wie es immer abläuft, schon seit Jahren. Das ist nicht schlecht so, weil es auch eine gewisse Sicherheit gibt und Entlastung bedeutet. Ich muss nicht jedes Jahr aufs Neue erfinden. Jedes ... mehr


Den Sieger feiern

Auch in diesem Jahr wird es wieder so sein. Zum Weihnachtsfest am Heiligen Abend  sind die Kirchen voll wie sonst nie im Jahr. Besetzt bis auf den letzen Platz. Selbst die erste Reihe, die sonst immer leer ist, ist voll. Gut, dass wir noch so große Kirchen haben, sagen die einen. Da ist die Kirche wenigsten einmal im Jahr richtig voll. Andere betrachten das mit Misstrauen. Gerade zu den schönsten Gottesdiensten im Jahr nehmen die, die sonst nicht kommen, denen, die immer da sind, die Plätze weg.  Ja, irgendetwas müssen doch gerade diese Gottesdienste haben, dass sie die Menschen in ihren Bann ziehen. Irgendetwas bewegt die Menschen, dass sie gerade zum Weihnachtsfest ihren frommen Gefühlen nachgeben und ... mehr


In seine Hand geschrieben

"Da bin ich mir ganz sicher!“ – sagt einer, mit dem Brustton der Überzeugung: Das kann ich. Das will ich. Das schaffe ich. So etwas passiert mir bestimmt nicht. Das werde ich niemals tun. Das wird es mit mir nicht geben. Uns so weiter, und so weiter. Sei Leben ist geplant, soweit er es planen kann. Alles hat seinen festen Platz. - Und plötzlich, da steht alles auf dem Prüfstand. Die Mutter wird sterbenskrank, wird zum Pflegefall. Er sorgt liebevoll für sie. Besucht sie täglich im Krankenhaus und verbringt viele Stunden bei ihr. Dann verlässt ihn seine Frau. Sie hält das nicht aus. Sie will den Mann nicht mit der kranken Mutter teilen. Er muss die Wohnung aufgeben. Für ihn alleine ist sie ... mehr


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